KI-Chatbot für die Website: Was er kann, was er kostet, was erlaubt ist
· 3 Min. Lesezeit · Deniz Erginos
Viele Kundenfragen wiederholen sich: Öffnungszeiten, Preise, Liefergebiet, freie Termine. Ein KI-Chatbot auf der Website beantwortet solche Fragen sofort, auch abends und am Wochenende. Damit das funktioniert und keinen Ärger macht, kommt es auf ein paar Punkte an.
Was ein guter Chatbot heute kann
Moderne Chatbots arbeiten mit großen Sprachmodellen, etwa von OpenAI, Anthropic oder Google. Anders als die starren Klick-Bots von früher verstehen sie Fragen in den Worten Ihrer Kunden, auch wenn sie umständlich formuliert sind.
Entscheidend ist, woher die Antworten kommen. Ein guter Chatbot antwortet nur aus Ihren eigenen Informationen: Website, Preisliste, häufige Fragen, Lieferbedingungen. Er erfindet nichts dazu und sagt ehrlich, wenn er etwas nicht weiß. Dann leitet er die Frage an Sie weiter, zum Beispiel per E-Mail mit den Kontaktdaten des Kunden.
Wo Chatbots scheitern
- Veraltete Inhalte: Der Bot nennt alte Preise oder Öffnungszeiten. Die Daten müssen gepflegt werden, am besten an einer einzigen Stelle.
- Keine Grenzen: Ohne klare Regeln gibt der Bot Rechtsauskünfte, verspricht Rabatte oder spekuliert. Ein guter Bot weiß, was er nicht beantworten darf.
- Kein Test: Vor dem Start gehören echte Kundenfragen durchgespielt, auch die schwierigen.
Seit August 2026 Pflicht: Der Bot zeigt, dass er eine KI ist
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des EU AI Act (Artikel 50). Wer mit einem KI-System spricht, muss das erfahren, sofern es nicht ohnehin offensichtlich ist. Für einen Website-Chatbot heißt das: ein klarer Hinweis wie „Ich bin ein KI-Assistent“ zu Beginn des Gesprächs.
Datenschutz: Darauf kommt es an
Im Chat schreiben Kunden Namen, E-Mail-Adressen und manchmal mehr. Damit verarbeitet der Bot personenbezogene Daten, und die DSGVO gilt.
- Mit dem Anbieter des Sprachmodells brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV).
- Kundeneingaben dürfen nicht ins Training des Modells fließen. Bei den Schnittstellen für Geschäftskunden der großen Anbieter ist das in der Regel ausgeschlossen.
- Wo möglich, laufen die Daten über Server in der EU.
- Gesprächsverläufe werden nur so lange gespeichert wie nötig.
- Ihre Datenschutzerklärung nennt den Chatbot und den Anbieter.
Für Gesundheitsdaten, etwa in einer Arztpraxis, gelten strengere Regeln. Dort sollte der Bot keine Beschwerden abfragen, sondern nur organisatorische Fragen beantworten.
Was ein Chatbot kostet
Die Kosten haben zwei Teile. Einmalig fällt die Einrichtung an: Inhalte sammeln und aufbereiten, Regeln festlegen, das Chatfenster in die Website einbauen, testen. Das ist meist der größte Posten, denn gute Antworten brauchen gute Inhalte.
Laufend zahlen Sie für die Nutzung des Sprachmodells, abgerechnet nach Textmenge. Für ein typisches Kundengespräch sind das meist wenige Cent. Dazu kommen Hosting und die Pflege der Inhalte.
Checkliste vor dem Start
- Die 20 häufigsten Kundenfragen mit Antworten sammeln.
- Festlegen, was der Bot nicht beantworten soll und wohin er dann verweist.
- KI-Hinweis und Weiterleitung an einen Menschen einbauen.
- AVV abschließen und die Datenschutzerklärung ergänzen.
- Mit echten Fragen testen, in den ersten Wochen die Gespräche mitlesen und nachbessern.
Damit Kunden Ihren Betrieb überhaupt finden, auch wenn sie eine KI fragen, lesen Sie In ChatGPT gefunden werden.
Wie wir helfen
Wir bauen Website-Chatbots, die aus Ihren eigenen Informationen antworten, sich als KI zu erkennen geben und offene Fragen an Sie weiterleiten. Den Festpreis bekommen Sie im Angebot. Erzählen Sie uns, worum es geht.